Zugspitze Tourentipp

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…oder: Flachländer kapern die Zugspitze!

Tour zur Zugspitze

Wir erklimmen den höchsten Punkt Deutschlands.

Anreise

Wir reisen bequem an einem Freitagmorgen mit der Bahn nach München. Mittags haben wir dieses Etappenziel erreicht.

Bevor wir mit der RegioBahn weiter nach Garmisch-Partenkirchen aufbrechen, gönnen wir uns eine lokale Köstlichkeit: Leberkässemmel und Bier. N’Guadn.

Um 14 Uhr stehen wir am eigentlichen Startpunkt unserer Tour. Bevor wir starten, gibt es noch fix ein Eis bei Bellini.

Abmarsch Garmisch-Partenkirchen

Nach kurzer Zeit passieren wir die Große Olympiaschanze der Spiele 1936. Wir erkunden kurz die Sportstätte und füllen unsere Flaschen mit Wasser auf.

Wir bewegen uns fix auf die Partnachklamm zu. Diese kostet Eintritt und ist seit kurzem nachts zugesperrt. Die Klamm ist sehr beeindruckend: Die Wassermassen rauschen an den Hängen herab, hier und da werden wir etwas nass. Leider ist die Klamm am Freitagnachmittag gut besucht und wir müssen uns unseren Weg durch die Menschen bahnen.

zugspitze alpen partnachklamm

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Ausgangs der Klamm erwartet uns eine lange Überführungsetappe. Wir wandern über breite Straßen, bis wir einen Wald erreichen. Dieser Wald empfängt uns mit guten Wegen und sattem Grün.

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Ausgangs des Waldes liegt die idyllische Bockhütte (1052 m ü NN). Die Partnach plätschert hier entlang und wir genießen unsere erste Pause mit einer Maß.

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Wir wandern weiter entlang der Partnach flussaufwärts. Teils erhaschen wir wunderschöne Ausblicke auf Fluss und Landschaft (und die Berge!). Kurz vor unserem Nachtlager bewundern wir eine natürliche Badewanne.

Übernachtung: Reintalangerhütte

Nach kurzer Erfrischung stehen wir vor der Reintalangerhütte (1366 m ü NN). Wir stärken uns am Abendessen und sind halbwegs ernüchtert als wir die sehr schmalen Matratzen des Nachtlagers erklimmen. Schnarchen im Kanon und die Aussicht auf viele weitere Höhenmeter bis zur Zugspitze halten uns noch lange wach…

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sehr ernüchternd

Wir werden pünktlich um 6 Uhr 30 von einem Akkordeonspieler geweckt, schnappen uns eine Goodiebag, trinken noch fix einen Kaffee und marschieren los. Wir verlassen flugs das Reintal und stemmen uns den ersten kleineren Anstiegen entgegen.

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Die ersten Sonnenstrahlen finden ihren Weg über die umliegenden Gipfel und Kämme, das Grün strahlt und die Schafe scheinen glücklich. Nach gut zwei Stunden erblicken wir die Knorrhütte (2052 m ü NN). Wir sind froh, so früh bereits viele Höhenmeter überwunden zu haben. So schmeckt der Apfelstrudel gleich doppelt so gut. Die Hütte ist gut besucht und wir genießen das Treiben auf der Sonnenterrasse.

Spätestens von hier ab durchqueren wir Mondlandschaften – nur durch wenige Blümchen und Schafe unterbrochen. Wir entscheiden uns für die kurze Route über das Zuspitzblatt zur Zugspitze (statt über den Jubiläumsgrat). Kleinere Eis-/Schneefelder bieten ein wenig Abwechslung bis wir mittags das Zuspitzblatt erreichen. Im Gletscherrestaurant SonnAlpin (2600 m ü NN) stärken wir uns, bevor wir abwägen, ob wir die letzte Etappe zu Fuß oder mit der Seilbahn überwinden.

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Zugspitze

Wir entscheiden uns, für schmale 7 Euro mit der Zugspitz-Gletscherbahn Deutschlands höchsten Punkt zu erklimmen: Wir sind auf der Zugspitze [Tripadvisor] (2962 m ü NN) angekommen – und sehr glücklich. Im Münchner Haus lässt sich das Bier gleich doppelt so sehr genießen!

Wir lassen noch eine ganze Weile die Aussicht auf uns einwirken und schnacken hier und da mit einigen anderen Wanderern und Kletterern. Der restliche Zirkus oben auf der Spitze interessiert uns nicht.

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Abstieg/ Ehrwald

Runter kommen sie immer.

Es ist früher Nachmittag und wir nehmen die österreichische Seilbahn runter nach Ehrwald. Leider liegt die Talstation nicht direkt am Ort. Auf den Bus warten wir lange – einige noch etwas länger, da der kleine Bus längst nicht alle Wartenden aufnehmen kann.

Nach kurzer Fahrt kehren wir im Wöberlerhof ein. Die freundliche Empfangsdame erwartet uns bereits und nach kurzem Schnack geht es rauf auf die Zimmer.

Für den Abend haben wir einen Tisch in den Holzerstubn reserviert. Kurz flanieren wir durch den Ort, in dem früh am Abend bereits die Bürgersteige hochgeklappt werden – und sind erstaunt, dass in den Holzerstubn jeder Platz belegt ist.

Das deftige Essen haben wir nach den Strapazen der letzten Tage herbeigesehnt. Der Kellner bemerkt schnell, dass wir auch dem ein oder anderen Hochprozentigen nicht abgeneigt sind und bringt sehr interessante und schmackhafte Brände. Perfekt.

Abfahrt

Nach dem stärkenden Frühstück (mit Speck und Ei) im Wöberlerhof schlendern wir Richtung Bahnhof.

Mit der RegioBahn fahren wir bis München. Hier haben wir fast vier Stunden Aufenthalt – also ab in den Englischen Garten: Zum Biergarten am chinesischen Turm. Eine Maß geht immer!

Später steigen wir leicht übermüdet in den brandneuen ICE der Deutschen Bahn und rasen unserer Heimat entgegen. Maxdome und Bierchen aus dem Bordbistro begleiten uns in den Schlaf…

Fazit Zugspitze Tourentipp

Die Wanderroute hat für das kurze Wochenende perfekt gepasst – allerdings hatten wir auch Kaiserwetter. Bei schlechtem Wetter ist in den Bergen Vorsicht geboten!

Die ökologische Variante, An- und Abreise mit der Bahn, hat sich durchaus gelohnt. Die Anschlüsse haben funktioniert und wir konnten stets gemeinsam schnacken und uns auf der Rückfahrt bereits erholen.

Tipps zur Ausrüstung

Gemeinhin fällt es uns schwer, die Ausrüstung zu reduzieren. Aber jedes Gramm Gewicht das wir sparen, müssen wir nicht den Berg hochtragen.

  • Ein richtiger Rucksack ist ein absolutes Muss! Nur so können wir die rund 10 kg ordentlich schultern. Zum Beispiel: Lowe Alpine.
  • Eine physische Karte sollte mit dabei sein. In den Bergen dürfen wir uns nicht auf den Handy-Empfang verlassen.
  • Statt diverser Ladekabel habe ich eine Powerbank mitgenommen: Gute Auswahl.
  • Eiweiß-Riegel und Getränke können nicht schaden. Falls wir zwischendurch einen Hungerast bekommen, führen wir unserem Körper schnell Energie zu.
  • Nicht zu viel Wasser mitschleppen, das gibt es an den Hütten stets zum Selbstzapfen.
  • Die Schuhe, Lowa Wendelstein, sind eine wahre Wohltat! Ich hatte kaum Zeit sie einzulaufen – und hatte absolut keine Probleme mit ihnen: Mehr Infos.



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